U-21 Open Nordic Championship in Stavanger

U-21 Open Nordic Championship in Stavanger

Gold für die Herren, Silber für die Damen – deutsche Nachwuchsteams setzen Maßstäbe

Stavanger, Norwegen – Zwei intensive Wettkampftage, hohe sportliche Qualität und Entscheidungen auf Messers Schneide: Die U-21 Open Nordic Championship in Stavanger 2025 wurde für die deutschen Nachwuchsteams im Unterwasserrugby zu einem außergewöhnlich erfolgreichen Turnier. Die deutsche U-21 der Herren sicherte sich den Turniersieg, während die U-21-Damen mit Platz zwei das bislang beste Ergebnis ihrer internationalen Geschichte erreichten.

Das traditionell von skandinavischen Teams geprägte Turnier gilt als wichtiger Gradmesser für den europäischen Nachwuchs. Das hohe Spieltempo und die engen Resultate machten deutlich, wie schmal der Grat zwischen Sieg und Niederlage war. Dass sich beide deutschen Teams in diesem anspruchsvollen Umfeld durchsetzen konnten, unterstreicht die sportliche Reife und Qualität der aktuellen U-21-Generation.

Damen: Historisches Finale

Die deutschen U-21-Damen überzeugten mit konzentriertem und strukturiertem Spiel. Geschlossenes Pressing, disziplinierte Defensivarbeit und schnelles Umschalten prägten die Vorrunde und ebneten den Weg ins Finale. Auch dort hielt das Team dem hohen Druck stand: In einer taktisch geprägten Partie blieb das Spiel über die reguläre Spielzeit offen, ehe die Entscheidung erst in der Verlängerung durch ein Golden Goal zugunsten Finnlands fiel. Trotz der knappen 0:1-Niederlage markiert der zweite Platz den ersten Finaleinzug der deutschen U-21-Damen bei einem internationalen Turnier und damit einen wichtigen Meilenstein.

Herren: Nervenstärke bis zum Titel

Die deutschen U-21-Herren arbeiteten sich mit großer mentaler Stärke bis an die Spitze des Turniers. Nach einer umkämpften Vorrunde sicherte ein knappes Ergebnis im entscheidenden Spiel gegen Finnland den Finaleinzug. Im Endspiel zeigte das Team seine reifste Turnierleistung: Gegen einen physisch starken Gegner blieb die Partie lange offen, ehe ein Treffer in der zweiten Halbzeit die Entscheidung brachte. Mit dem 1:0-Sieg krönten die Junioren ihr Turnier mit dem Titelgewinn und feierten ihren ersten internationalen U-21-Erfolg seit 2012.

Sporttaucher Berlin e.V.: Nachwuchsarbeit mit Wirkung

Mit Elias Köhne, Natalie Auberg und Greta Schürmann waren drei Athlet:innen des Sporttaucher Berlin e.V. Teil dieses erfolgreichen Auftritts. Sie brachten Spielübersicht, defensive Stabilität und hohe Einsatzbereitschaft ein und stehen exemplarisch für eine Nachwuchsgeneration, die in Berlin kontinuierlich aufgebaut wurde. Die Leistungen in Stavanger unterstreichen damit nicht nur den sportlichen Erfolg der Nationalteams, sondern auch die nachhaltige Nachwuchsarbeit des Vereins und ihre Bedeutung für die Zukunft des deutschen Unterwasserrugbys.

Autorin: Dr. Isabella Gekel, Sporttaucher Berlin e.V.

Dein Hobby: Unterwasser-Rugby

Dein Hobby: Unterwasser-Rugby

Ein interessanter Bericht aus dem KIKA Live zum Thema Unterwasserrugby

Für Ben heißt es: Luft anhalten. Er probiert Unterwasser-Rugby aus. Bei diesem Mannschaftsport braucht man einen langen Atem, denn unter Wasser sollen möglichst viele Tore erzielt werden. Bruno und Greta, zwei Unterwasser-Rugby-Fans, stellen Ben ihr Hobby vor.

https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2tpa2EuZGUvc2VuZHVuZy9jb250ZW50LTc3MjMwXzE3MDIxNDg0MDAwMDA?isChildContent=

50. DEUTSCHE MEISTERSCHAFT UWR HERREN IN BERLIN

50. DEUTSCHE MEISTERSCHAFT UWR HERREN IN BERLIN

Am 13. und 14. Mai 2023 findet die 50. Deutsche Meisterschaft der Herren im Unterwasser-Rugby in Berlin statt ! 
Direkt und so richtig live kann man sich die Spiele in der Sport- und Lehrschwimmhalle in Berlin Schöneberg ansehen.
Der Eintritt ist frei – Sitzmöglichkeiten auf der Tribüne vorhanden
Oder zu Hause anschauen per -> Livestream
Kontakt: uwr50dm[at]sporttaucher-berlin.de

https://sporttaucher-berlin.de/uwr-50te-dm-2023-berlin/

Unterwasserrubgy

Unterwasserrubgy

 

Unterwasserrugby ist eine Mannschaftssportart, die mit dem bekannten Rugby kaum mehr als den Namen gemein hat. Einzigartig wird diese Sportart dadurch, dass sich sowohl Ball als auch die Spieler in drei Dimensionen bewegen. Die international übliche Abkürzung lautet UWR.

Unterwasser Rugby Spielfeld
Gespielt wird mit einem mit Salzwasser gefüllten Ball (der aber nicht die ovale Form eines Rugbyballs, sondern eher die Größe eines Handballs und oft das Aussehen eines klassischen Fußballs hat), der durch seine im Vergleich zu Süßwasser höhere Dichte mit einer Sinkgeschwindigkeit von 1 bis 1,25 m/s sinkt. Es wird immer unter Wasser gespielt, der Ball darf nicht über die Wasseroberfläche.

In einer Wassertiefe zwischen 3,5 m und 5,0 m befinden sich die Tore am Boden des Beckens. Die schwere Metallkörbe besitzen einen Rand-Durchmesser von 39-40 cm.
Ein Spiel dauert 2 x 15 Minuten. Jede Mannschaft besteht aus 6 Spielern und 6 Auswechselspielern sowie 3 Ersatzspielern. Da durch das schnelle Spiel der Kreislauf stark belastet wird, unter Wasser aber nicht geatmet wird, wechseln die Spieler “fliegend“. Dabei gilt die Regel, dass der Auswechselspieler erst dann ins Wasser darf, wenn der andere es komplett verlassen hat.
Rugby Unterwasserrugby erfordert eine hohe Ausdauer und gutes Apnoetraining. Aber auch taktisches Gefühl ist notwendig, da richtige Positionierung für ein gutes Passspiel (der Ball wird „gestoßen“) entscheidend ist. Das Spiel zeichnet sich durch unterschiedliche Anforderungen an die Spieler aus: nicht nur Kraft ist gefragt – unter Wasser sind Schnelligkeit und Wendigkeit maßgebend. Um sich im annähernd „freien Raum“ der drei Dimensionen zurechtzufinden, ist darüber hinaus eine gute Übersicht unerlässlich, denn ein Angriff kann beim Unterwasserrugby auch von oben oder unten erfolgen.

Die Ausrüstung eines Unterwasserrugby-Spielers besteht aus:
Tauchermaske
Schwimmflossen
Schnorchel
Wasserball-Mütze weiß oder blau – wichtig: mit Ohrenschützern
Badekleidung weiß oder blau/schwarz
dunkle Armbänder für die blaue Mannschaft (meistens zerschnittene Motorrad-Schläuche oder Isolierband) und seit 2008 helle Armbänder für die weiße Mannschaft.

Die wichtigsten Regeln sind:
Nur wer den Ball hat, darf körperlich attackiert werden.
Es darf keiner an Ausrüstung (Badehose/-Anzug, Maske, Flossen, Schnorchel) angegriffen werden.
Der Ball darf nicht aus dem Wasser gehoben werden.
Das Festhalten am Tor ist nicht erlaubt.
Grundsätzlich gilt: rohe Gewalt ist unzulässig; Beißen, Kratzen, Schlagen, Würgen, Treten, übermäßiges Verdrehen von Gliedmaßen und absichtliches Untertauchen gelten als Foul.

Ein Spielleiter und zwei Unterwasser-Schiedsrichter sorgen durch Hupsignale und Handzeichen dafür, dass das Spiel fair bleibt.
Ein langer Ton: Spielbeginn/-fortsetzung
Zwei lange Töne: Tor
Mehrere kurze Töne: Spielunterbrechung (Strafe, Schiedsrichterball oder Ende der Halbzeit)