Team FS Berlin bei den Offenen Meisterschaften in Linz

Team FS Berlin bei den Offenen Meisterschaften in Linz

Die Vereine TC fez und TC Marzahn sind vom 11.06.-13.06. nach Linz zu den Offenen Österreichischen Meisterschaften gefahren. Unter dem gemeinsamen Namen FS Berlin starteten die Berliner Sportler gemeinsam in den langersenhnten Wettkampf, nach so vielen Monaten der Pause. Es gab sehr viel Licht, sehr viele neue Bestzeiten, aber auch Schatten, weil Erwartungen an sich selbst nicht erfüllt wurden. Auch altbekannte Gesichter, wie Tim Willruth, unser aktueller Landestrainer FS oder Fabian Schustek packte das Wettkampffieber und so zogen sie sich die Flosse an, um ihr Team, in der Staffel, zu unterstützen. Alle Staffeln an denen teilgenommen wurde, wurden vom Team FS Berlin, ausnahmslos gewonnen. Auch das Anfeuern hat keiner verlernt. Ein kräftiges „FS Berlin“ hallte lautstark durch die Halle, sodass sich so manch ein Österreicher wunderte.

Danke an die Trainer und Betreuer die den Sportlern dieses schöne Ereignis möglich gemacht haben.

Danke an Ulrike Willruth für die Fotos

Finswimming -Kaderlehrgang im Sportzentrum Lindow

Finswimming -Kaderlehrgang im Sportzentrum Lindow

Unter strengsten Corona-Auflagen des Bundeslandes Brandenburg konnten die Berliner Vereine TC fez und TC Marzahn, unter der Führung vom neuen Landestrainer Tim Willruth und Stützpunkttrainer Volko Kucher (beide TC fez Berlin) einen einwöchigen Trainingslehrgang für Berliner Landes- und Bundeskader, der Sportart Finswimming, im Sport- und Bildungszentrum Lindow erfolgreich absolvieren. Der Lehrgang fand vom 06.-11.04. mit insgesamt 18 Athlet*innen der Vereine TC fez Berlin und TC Marzahn statt.

Nachdem sich im November ein regelmäßiges Training in den Schwimmhallen der SSE und dem Sportforum trotz Corona-Pandemie einrichten ließ, war dies die erste mögliche Verbandsmaßnahme im Jahr 2021, um den Leistungssport in Berlin weiter voranzubringen. Die Anreise erfolgte nur mit einem negativen Coronatest, um daraufhin ein sechstätiges intensives Training zum Aufbau von physiologischen und mentalen Fähigkeiten zu absolvieren.
Sowohl beim Schwimmtraining als auch in Sporthalle und Kraftraum mussten die Sportler*innen athletische Herausforderungen bewältigen, Willenskraft und mentale Stärke beweisen, und das permanent im direkten Kampf mit den Trainingskollegen. Besonders beim finalen Trainingswettkampf konnten ausnahmslos alle tolle und besondere Leistungen abrufen, teilweise sogar neue Bestzeiten erzielen, völlig vergessend der schon müden Knochen und erschöpften Muskeln herbeigeführt durch die intensiven und kraftzehrenden Trainingseinheiten.
Der Lehrgang war eine großartige Bestätigung der guten Trainerarbeit in den letzten Wochen und ein Achtungszeichen, dass selbst junge Menschen in solch einer prekären Situation über sich hinauswachsen und überragende Leistungen erzielen können!
Damit kann die Wettkampfsaison der kommenden Wochen beginnen!

1. internationaler Wettkampf, im Finswimming, nach über einem Jahr Pause

1. internationaler Wettkampf, im Finswimming, nach über einem Jahr Pause

Ein Bericht von Johanna Schikora

Was für ein tolles Wochenende für die Finswimmer aus der ganzen Welt! Wir können auf unseren ersten Weltcup seit 13 Monaten zurückschauen, für die Deutschen sogar auf den ersten Wettkampf überhaupt nach dieser Zeit. 
Die beiden Athletinnen aus dem LTV Berlin, Emily Hempler und Johanna Schikora (TC fez Berlin), kamen mit tollen Ergebnissen zurück. Ich holte 3 Medaillen bei den Damen; zweimal Gold über 400 m (03:19.41) und 800 m (06:56.06), wobei ich gleichzeitig die schnellsten jemals geschwommenen Zeiten bei dem jährlich stattfindenden Weltcup in Lignano auf diesen Strecken unterbot, und einmal Bronze über 200 m (01:31.91). 
Auch Emily Hempler lieferte mit erst 14 Jahren, zwei 6. Plätzen in der Jugend (800 m: 07:43.91 und 400 m: 03:38.70) und vier Bestzeiten herausragende Leistungen ab. Ihr Statement zum Wettkampf: „Trotz der Einschränkungen war der Wettkampf ein toller Erfolg und es hat uns ein Stück Normalität zurückgebracht. Obwohl wir nicht die ganze Zeit in der Halle sein durften, haben wir alle vor dem Livestream mit unseren TeamkollegInnen mitgefiebert. Mit dieser Unterstützung sind die guten Zeiten automatisch gekommen.“ 
Max Poschart, Mitglied des SC DHfK Leipzig e. V., kehrt ebenfalls erfolgreich mit 4 Goldmedaillen auf 50 m FS, 50 M AP, 100 m FS und 200 m FS zurück.
Für alle TeilnehmerInnen galten strenge Regelungen. Neben der Maskenpflicht sowohl in der Halle als auch auf dem Gelände gab es einen genauen Plan, wer wann startete und daraus resultierend in die Halle durfte. Dieser wurde auf die Sekunde eingehalten. Jeder Lauf hatte also eine genaue Startzeit. Nur 25 Minuten vorher wurden die 8 AthletInnen in die Halle gelassen und konnten sich individuell vorbereiten. Dabei gab es einige Dinge, die es wert sind, für zukünftige Wettkämpfe im Auge zu behalten. Die exakten Startzeiten ermöglichte den AthletInnen eine Vorbereitung ohne jeglichen Stress und ohne Unsicherheiten, ob man nicht vielleicht doch früher oder später aufgrund von Abweichungen des ursprünglichen Zeitplans dran sei. Auch das Einschwimmen „laufweise“ war sehr sinnvoll. So war das Becken einerseits leer und andererseits konnte man sich kurz vorher spezifisch auf sein Rennen vorbereiten. Allerdings hatte diese Methode auch Nachteile. Ob man sich überhaupt die Zeit fürs Einschwimmen nahm oder sich doch lieber auf die mentale Vorbereitung konzentrierte, musste jeder für sich abwägen. Da man danach sofort aus der Halle rausmusste, war kein Lockerschwimmen möglich, was man am nächsten Tag gut in den Beinen gespürt hat. 
Obwohl die Vorbereitung für alle sehr neu war und zudem lange kein internationaler Wettkampf stattfand, zeigten auch AthletInnen aus anderen Nationen erstaunliche Leistungen. Oleksii Zakharov unterbot mit seiner Zeit von 2:55.57 den Herren-Weltrekord auf 400 m FS um über 1 s. Alex Moszar schwamm mit einer starken Zeit von 06:16.90 auf 0.66 s an den Weltrekord auf 800 m FS heran.
Zum Schluss wollen wir unbedingt dem italienischen Team ein großes Dankeschön aussprechen. Der Wettkampf verlief reibungslos und obwohl die SportlerInnen mit pandemiebedingten neuen Regelungen klarkommen mussten, war der Weltcup ein extrem wichtiger Schritt in dieser Saison. Das Wettkampfgefühl wieder zu erleben, hat mir sehr viel gegeben. Ich habe jede Sekunde genossen.

Johanna Schikora