UW ChampionsCup 2012

UW ChampionsCup 2012

Berlin ist eine Reise wert. Dazu entschieden sich 21 Vereinsmannschaften aus aller Welt und traten am letzten Novemberwochenende beim Champions Cup an.Die weiteste Anreise hatten wohl die Sportler aus Kolumbien die bei den Herren den 7. und beiden Damen den 5. Platz belegten.

Vorjahressieger Molde aus Norwegen konnte seinen Titel verteidigen. Bamberg belegte vor Malmö aus Schweden den 3. Platz. Erfolgreicher waren die deutschen Damen aus Mannheim. Sie belegten vor Norwegen und Finland den ersten Platz. Der Champions Cup ist der bedeutenste Wettkampf im Unterwasserrugby. Dazu beigetragen haben vor allem die Berliner Sportler, die den Champions Cup erst zu dem gemacht haben was er heute ist. Dazu gehört die perfekte Organisation und natürlich auch die Liveübertragung der gesamten Veranstaltung. Dieses Jahr gab es sogar Moderatoren, die die Spiele kommentierten. Sicherlich kein leichter Job, denn immerhin ging der Champions Cup über drei Tage. Als krönenden Abschluß gab es eine riesige Party mit 300 Gästen, die ausgelassen bis morgens um drei feierten. 2013 findet der Champions Cup vom 28. bis 30. November natürlich wieder in Berlin statt.

geschrieben von Winfried Zühlke

Bericht von der Jugendarbeit

Bericht von der Jugendarbeit

Die Jugendabteilung des Landestauchsportverbandes Berlin e.V. ist die Jugendorganisation aller 420 Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 18 Jahren aus 28 Berliner Tauchvereinen. Die Jugendabteilung stellt etwa ein Fünftel aller organisierten Berliner Taucher im Landesverband. Der Landestauchsportverband überdacht die ideellen Tauchsportvereine. In den Vereinen werden die Kinder und Jugendlichen nach den Richtlinien der CMAS-Germany ausgebildet.

Die Aufgaben der ideellen Tauchvereine gehen über die normale Tauchausbildung hinaus. In den Vereinen können sich Kinder und Jugendliche neben dem Tauchsport noch in anderen Fachgebieten weiterbilden. Beispielsweise lernen sie, sich in Gruppen zu integrieren, Verantwortung in und für eine Gruppe zu übernehmen. Gestützt wird dies über die Sportjugend. Hier werden für Jugendliche fast jeden Alters Angebote gemacht.

Ferner ergibt sich durch Kooperationen der Vereine und Taucher ein großer Informationspool und -fluss der häufig bei kommerziellen Anbietern so nicht vorhanden ist.

Umweltseminar am Moriner See

Umweltseminar am Moriner See

Alle Teilnehmer aus Berlin fanden sich abends in den ca. 15 km von der deutschen Grenze entfernten Moryn/Polen ein. Gegenüber dem Ort am Moryner See liegt ein Wassergrundstück mit Haus, welches zur Durchführung des Kurses genutzt wurde. Vom Haus bis zur ersten Wasserberührung sind es nur 25 m. Also ideale Voraussetzungen: Ruhe außerhalb der üblichen Großstadthast, den See mit einer intakten Unterwasserwelt in unmittelbarer Nähe, Kompressor, und alles was man für eine gute Unterkunft benötigt war vorhanden; von der guten Landluft ganz zu schweigen.

Während das Grillfeuer auf die richtige Temperatur gebracht wurde, konnten von der Umweltreferentin des LTV Berlin, Daniela Kneißl, den Teilnehmern die Grundlagen des Ökosystem See erläutert werden. Dann ab ca. 21.00 Uhr wurden die ersten Grillscheiben und Würste verzehrt und natürlich ein frisches Bier getrunken. Lagerfeuer und ein zweites Bier brachten dann die nötige Bettschwere.

Am Sonnabend ab 10.00 Uhr dann wieder Theorie: diesmal Pflanzen- und Tierarten in und an unseren heimischen Seen; aber nicht nur die sichtbaren! Auch etliche Einzeller wurden durch die Referentin vorgestellt. Den Teilnehmern wurde schnell klar, dass man nur einen kleinen Einblick in diesen Mikrokosmos gewinnen kann und dass es viel Zeit erfordert, wenn man sich in dieser Welt auskennen will.

Nach der Theorie folgte nun endlich der erste Tauchgang. Jeder bekam ein Sammelgefäß um in Ufernähe Unterwasserpflanzen, Muscheln, Schnecken u.ä. zu sammeln. Man war gespannt was alles aus dem See gefischt werden würde. Daniela hatte in der Zwischenzeit verschiedene Utensilien und ein Mikroskop aufgebaut. Die Muscheln wurden in einem Sammelbehälter auf den Tisch gestellt und nach ca. 1 ½ Std war das zuerst leicht trübe Wasser glasklar: eine gute Demonstration welchen Appetit diese Schalentiere haben und wie sie das Wasser durch das Filtern der Mikroorganismen und Kleinsttiere „klären“.

Leider wurde abends der Himmel trübe, so dass wir den Tag mit Taucherlatein und einigen zuvor gegrillten Würsten im Haus beschließen mussten. Einige wollten noch einen Nachttauchgang machen, ließen sich aber durch das trübe und windige Wetter doch noch umstimmen. Der Gemütlichkeit des gemeinsamen Abends kam das sehr zu gute. Am Sonntag nun folgte der zweite Tauchgang. Jeder sollte die am Sonnabend gesammelten und bestimmten Tiere und Pflanzen jetzt selbst erkennen, sammeln und den Teilnehmern vorstellen. Es wurde eifrig gesammelt und später an Land genauso eifrig erklärt.

Wie ich finde haben uns diese beiden Tage wieder die enorme Spannbreite der Möglichkeiten gezeigt, die uns der Tauchsport bietet: von einfachen entspannenden „Lusttauchgängen“ bis hin zum wissenschaftlich -erforschenden Tauchen, um das Gewässer in seiner Biologie kennen zu lernen und zu studieren.

Daniela Kneißl sei herzlich für ihre Mühe gedankt. Sie hat uns anschaulich und aufwendig viel gezeigt.

Aber auch die Teilnehmer Martin, Christian, Christian, Josef und Jörg haben mit ihrem problemlosen und unkomplizierten Verhalten zum Erfolg des Seminars beigetragen: Jeder brachte Verpflegung mit und alles wurde brüderlich geteilt.

Noch jemand darf nicht vergessen werden: Manfred Demski! Er war diesmal das „Mädchen für alles“. Vom Abwaschen bis zum Flaschenfüllen unterstützte er uns alle, vollzog fast lautlos seine Arbeit und begleitete auch „außerplanmäßig“ Tauchgänge.

Nochmals herzlichen Dank auch an Manfred und eine Empfehlung für alle Taucher, die an diesen Kurs noch nicht teilgenommen haben.

 

Jörg Sander

Berliner Gewässeruntersuchung am Moriner See

Berliner Gewässeruntersuchung am Moriner See

Östlich der Oder bei Schwedt gibt es eine Vielzahl von Seen die in einer leicht bewegten Landschaft von Feldern und Wäldern eingebunden sind. Kommt man nach der Grenze und den vielen Polenmarkt-Aktivitäten in diese Landschaft, so wirkt die Gegend wie ausgestorben. Nur abends sitzen die Dorfbewohner vor den Häusern und sehen den Jugendlichen zu, wie die Straße zum Fußballfeld umfunktioniert wird.

In dieser Gegend gibt es einen kleinen Ort, der an einem dieser z.T. sehr schönen Seen liegt : Moryn (früher Mohrin). Von den Bomben des Zweiten Weltkrieges verschont, existiert eine komplette, von Efeu und anderen Rankern bewachsene Stadtmauer, ein im Grundriss intakter Stadtkern und etliche Häuser, die komplett erhalten sind, aber mal ein paar Kilo Farbe gebrauchen könnten. Wahrzeichen des Ortes ist die Kirche mit dem charakteristischen rot-schwarzen Kirchturm, der weit in der Umgebung sichtbar ist.

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